chris and mike
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DER TÖSSTHALER vom 9.11.04
Dominik Landwehr

Kulturkommission Zell: Chris & Mike in der Engelburg

Am Samstag, 6. November, spielten die Brüder Chris & Mike ihr furioses Pianoduett im Schulhaus Engelburg, Rikon. Die beiden Oberländer hatten ihr Publikom sofort im Griff.

(jk) Unter www.boogie.ch erfährt, wer das Konzert von Chris & Mike verpennt hat, mehr über die beiden Brüder und kann sich auch Klangproben "downloaden". Chris und Mike Keller haben beide in Wetzikon das Gymnasium D gemacht, der eine hat ein Studium abgeschlossen, der andere vier Sylvester an der Uni verbracht. Wenn man sie Klavier spielen hört, denkt man, dass sie vor "Mama" und "Papa" zu sagen wohl bereits den Flohwalzer spielten.

Boogie Woogie
Da war doch schon einmal so etwas Ähnliches, erinnert sich die Eine oder der Andere: Che und Ray traktierten tatsächlich vor geraumer Zeit ihre Flügel in vergleichbarer Weise. Chris & Mike haben dem damaligen Staccato noch eins draufgesetzt.
Technik, wird man es nennen müssen, nicht nur die Kunst, die richtige Taste zu treffen, sondern auch die Schau: Da sind zwei Mann am Mischpult und der Mac machts möglich, dass auch die Lichteffekte ausgesprochen psychedelisch wirken. Dazu sind die Flügel elektronisch verstärkt und im Hintergrund haut Fredi Hofmann auf die Trommeln; ein Sound, der den Magen schon zum Vibrieren bringt.

Think Piano, but Forte
Chris & Mike griffen voll in die Tasten. Boogie, kam da, Blues, auch Rock'n'Roll. Das alles in einem rasenden Tempo, was die grosse Virtuosität der Brüder Keller belegt. "Vivace" war wirklich das Mittelmass, manchmal verschwommen die Fingerübungen der beiden Piansisten vor den Augen, dermassen schnell waren sie. Man konnte fast ins Schwindeln kommen.
Nach der Pause brauchten Chris & Mike zwei kräftige Männer und fanden sie. Diese hatten die Aufgabe, ein Elektropiano zu halten: 70 Gramm pro Anschlag ergeben auf einen normalen Boogie hoch gerechnet 1,6 Tonnen. Die beiden hielten durch.
Chris & Mike hauten anschliessend noch ein paar Tonnen rein. Wie viele? Viele! Mit den Zugaben spielten sie gute zweieinhalb Stunden! Die beiden sind enorm virtuos und professionell.

 

 
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